1963 - 1985

UNIMOG 406

1963 - 1985

Da die Anforderungen wachsen und immer vielfältiger werden, ergänzt Daimler-Benz ab 1963 den Unimog durch eine größere Baureihe mit der Codebezeichnung 406. 1972 nimmt Daimler-Benz übrigens die Ur-Idee des landwirtschaftlichen Fahrzeugs wieder auf, zum Unimog gesellt sich als größerer Bruder für viele Jahre der Ackerschlepper MB-trac.

UMSTELLUNG AUF DIREKTEINSPRITZER

Auch die Baureihe 406 ist als eine Art größerer Bruder für die 411er konzipiert. Es ist die stetig wachsende Nachfrage nach straßenorientierter Nutzung des Gaggenauer Tausendsassas, die diesen Schritt nahelegt. Von ihren Vorgängern und Geschwistern unterscheidet sich die Baureihe nicht nur durch hängende statt stehende Pedale (Vorteil: Kabine leichter zu reinigen). Erstmals gibt es jetzt auch einen richtig potenten Diesel: Es ist anfangs der 4,6-Liter-Diesel OM 312, der dem U 65 stolze 65 PS beschert. Wenig später (ab 1964) tritt der Direkteinspritzer OM 352 an seine Stelle, womit sich aber bei der Nennleistung nichts ändert.

Zugleich klettert der Radstand auf 2.380 Millimeter, geht die Spur auf 1.536 Millimeter in die Breite und kommen auch verbreiterte Türen. Die Marschgeschwindigkeit kann nun per Zwischen-, Kriech- und Schneckengänge bis auf 30 Meter in der Stunde fallen. Derweil klettert die Leistung im Lauf der Zeit. Ab 1966 gibt es 70 PS (U 70).

AKTIONSRADIUS BIS HIN ZUM ZWEIWEGEFAHRZEUG

Und Ende der 60er-Jahre wird der Baureihe 400 die Straße zu eng. Sie macht sich nun auch als Zweiwege-Fahrzeug auf der Schiene zu schaffen. Anhängelast dabei: maximal 300 Tonnen. Außerdem kommen mit der Baureihe 406 vermehrt Niederflur-Triebwagen mit Hubkasten.

Als U 80 setzen die Vertreter der Baureihe 406 ab 1969 die Sechszylinder-Tradition des Unimog fort. Der OM 352 bringt’s jetzt auf 80 Pferdestärken. Mitte der 70er-Jahre ändert sich Typenbezeichnung: Als Ziffer nimmt das Werk nun den verzehnfachten Wert der Motorleistung her. So wird aus dem U 85 dann der U 900. Zugleich bekommt der Unimog ab 1974 schon Scheibenbremsen sowie die lastabhängige Bremsregelung ALB.