1944 - 1949

LASTWAGEN L 701

1944 - 1949

Im August 1942 schloss Daimler-Benz einen Lizenzvertrag mit der Adam Opel AG, um zukünftig den Opel Blitz 3-Tonnen-Lastwagen anstelle des eigenen Dreitonners zu produzieren. Diese vom Rüstungsministerium angeordnete Maßnahme sollte der Vereinheitlichung und Straffung der Typenpalette der deutschen Hersteller dienen. Für den Opel Blitz sprach seine leichtere Bauweise, so dass aus der Summe der seinerzeit kontingentierten Rohstoffe von drei Opel Blitz zum Beispiel nur zwei Mercedes-Benz L 3000 gebaut werden konnten.

PRODUKTION KRIEGSBEDINGT NUR IM WERK MANNHEIM

Die Produktion im Werk Mannheim kam allerdings erst im Juli 1944 in Gang - praktisch zur gleichen Zeit, als alliierte Bomben das brandenburgische Opel-Werk vollständig zerstört hatten. So baute das Mercedes-Benz Werk Mannheim nun ganz allein diesen Lastwagen. In der Mercedes-Benz Typologie hieß dieser robuste Lizenzbau L 701. Ihn hatte das Werk grundsätzlich mit einem Sechszylinder-Benzinmotor von Opel zu liefern, der es auf 68 PS bei 3.000 U/min brachte. Von Produktionsbeginn im Juli 1944 bis Kriegsende im Mai 1945 entstanden in Mannheim 3.500 Exemplare.

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Es handelte es sich dabei um einen rund 2,5 Tonnen (leer) wiegenden Pritschenwagen mit 3,3 Tonnen Nutzlast. Mit den gleichen Eckdaten, aber mittlerweile 73,5 PS starkem Vergasermotor baute Mercedes-Benz den L 701 unmittelbar nach Kriegsende ab Juni 1945 bis 1949 dann noch mehr als 10.000 Mal.