1919 - 1926

BENZ GAGGENAU LASTWAGEN DER TYPENREIHE 1C UND 2C

1919 - 1926

Vor allem mit umfangreichen Lieferungen an in- und ausländische Militärverwaltungen erzielte das Werk Gaggenau in den 20er-Jahren große Erfolge. Direkt nach dem Krieg waren – in wirtschaftlicher schwieriger Zeit – zunächst die Kriegstypen weitergebaut worden. Erst gegen 1920 kamen überarbeitete oder neue Modelle heraus. Sie waren marktgerecht eng gestaffelt. Nun wiesen die vollgummi- oder luftbereiften 1,0- bis 3,0-Tonner ausschließlich Kardanantrieb auf. Das „C“ in den Typenbezeichnung wies darauf hin. Weiterhin über Kettenantrieb verfügten die Fünftonner, die es zudem nur mit Vollgummibereifung gab.

1C WIRD ZU TYP 1 CN

Der 1,0- bis 1,5-Tonner Typ 1C (mit 35 PS starkem 4,7-Liter-Motor) wurde als Kriegstyp noch drei Jahre gebaut, ab 1921 dann zum Typ 1 CN weiterentwickelt und bis zur Fusion im Jahr 1926 gefertigt. Der 1 CN behielt den Motor S 100, war nun aber in verschiedenen Radständen lieferbar und wahlweise mit Einfach- oder Zwillingsbereifung an der Hinterachse lieferbar. Vollgummi- oder Luftbereifung, wahlweise lieferbar, hatte folgende Konsequenzen für die Höchstgeschwindigkeit: Luftbereift erreichte der 1 CN maximal 42 km/h, vollgummibereift 35 km/h.

2 CN IN VERSCHIEDENEN VARIANTEN BIS 1926

Bei den 2,0- bis 2,5-Tonnern Typ 2C (1920 bis 1921) kam ein aus dem 1C entwickelter 6,3-Liter-Motor zum Einsatz (S 110), der 45 PS leistete. Bereits ab 1923 gab es dann die Weiterentwicklung 2 CN, die bis 1926 gebaut wurde und in verschiedenen Radständen lieferbar war. Den 2 CN gab es ebenfalls wahlweise mit Einfach- oder Zwillingsbereifung an der Hinterachse lieferbar. Vollgummi- oder Luftbereifung, wahlweise lieferbar, hatte folgende Konsequenzen für die Höchstgeschwindigkeit: Luftbereift erreichte der 2 CN maximal 30 km/h, vollgummibereift 37 km/h.