1912 - 1921

DAIMLER LIEFERWAGEN (UNTERTÜRKHEIM)

1912 - 1921

Bereits 1912 hatten die leichteren Lieferungswagen den Weg zurück nach Untertürkheim gefunden und wurden dort in zwei Kategorien gefertigt: Als Typ U ½ T baute das Werk von 1912 bis 1913 einen 22 PS starken Pritschenwagen, der bei 2,1 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht circa 500 bis 750 Kilogramm Nutzlast hatte und eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h erzielte. Ab 1914 wurde dieses Fahrzeug durch einen gleichnamigen Kastenwagen abgelöst, dessen zulässiges Gesamtgewicht bei 2,2 Tonnen lag und der ebenfalls mit 500 bis 750 Kilogramm Nutzlast dienen konnte (Höchstgeschwindigkeit ebenfalls 40 km/h).

PRITSCHENWAGEN IN UNTERTÜRKHEIM

Parallel dazu gab es von 1912 bis 1913 den Typ U 1 T, der es als Pritschenwagen bei einem zulässigen Gesamtgewicht von drei Tonnen auf 1.250 bis 1.500 Kilogramm Nutzlast brachte und eine Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h erreichte. Die Motorisierung betrug 25 PS aus einem 2,6 Liter großen Vierzylinder. Weiterhin als Pritschenwagen, dann aber mit 3,1 Tonnen Gesamtgewicht, baute Untertürkheim diesen Wagen von 1914 bis 1919. Dabei steckte dann aber ein 3,0-Liter-Vierzylinder unter der Haube, dessen Leistung bei 32 PS lag. Diesen Typ ersetzte ab 1920 ein weiterhin U 1 T genannter 3,25-Tonner, der, wiederum mit dem 25 PS starken 2,6-Liter-Motor versehen war. Zugleich brachte das Werk ab 1920 einen hinten zwillingsbereiften 5,3-Tonner mit 2,5 Tonnen Nutzlast, der es mit einem 5,7-Liter-Motor auf 50 PS brachte und wie alle seinerzeit in Untertürkheim gefertigten Lieferungswagen Kardanantrieb hatte.

Typ U ½ T rollte auf Luftreifen, während Typ U 1 T vorn luft- und hinten vollgummibereift war. Die im Jahr 1920 gebrachten U 1 T sowie U 2 T hatten durchgängig Vollgummibereifung und Zwillingsreifen auf der Hinterachse. Der U 1 T von 1910 besaß eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/, der U 2 T von 1920 erreichte maximal 30 km/h.